Windows XP Support läuft aus – Behörden hinken hinterher

//Windows XP Support läuft aus – Behörden hinken hinterher

Windows XP Support läuft aus – Behörden hinken hinterher

Windows XP Support läuft aus – doch die Umstellung in Behörden ist noch lange nicht abgeschlossen. Das beste Beispiel ist in Berlin zu finden.

„Ganz ehrlich, es war Zeit für eine Veränderung“ heißt es auf der Microsoft Website. Es ist das Ende des Supports für das im Jahr 2001 eingeführten Microsoft Betriebssystems.

Mit dem heutigen „Patchday“ will der Konzern aus Redmond die Produktpflege für Windows XP und Office 2003 einstellen. Die letzten Updates schließen Sicherheitslücken im Internet-Explorer und im System selbst. Einige Teile wie die „Security Essentials“ sollen noch bis Mitte des Jahres gepflegt werden.

Ein Problem: viele Firmen, aber auch bundesdeutsche Behörden haben die Umstellung auf neuere Systeme wie Windows 7 und Windows 8 noch nicht vollzogen. Das liegt vor allem daran, dass auf ihren Rechnern spezielle Anwendungssoftware läuft, die nur auf dem XP Betriebssystem lauffähig ist. Die Suche nach Alternativen gestaltet sich schwierig, teilweise muß Software gar neu programmiert werden.

Im Unterschied zu privaten Firmen sind auf den Computern der öffentliche Verwaltung auch sensible Daten ihrer Bürger vorhanden. Zu Recht ist zu fordern, dass diese Daten so gut wie möglich geschützt sind. Da es keine Sicherheitsupdates mehr geben wird, ist dieser Schutz jedoch zumindest löcherig. Zwar kommt meist auch ein nach aussen geschütztes Netzwerk zum Einsatz, gegen interne Nachlässigkeit kann dies allerdings nicht schützen.

Das trifft zum Beispiel Berliner Behörden. Hier sind die IT-Abteilungen notorisch besonders unterbesetzt. Bis zum Ende 2014 wird die Umstellung daher mindestens dauern.

Für Unternehmen oder Regierungseinrichtungen wurden immerhin individuelle „Custom Support Agreements“ mit Microsoft ausgehandelt. Bis ins Jahr 2015 soll in Berlin damit der Support sichergestellt sein. Pro Behörde wird dabei ein Betrag im niedrigen fünfstelligen Bereich fällig.

Auch ausserhalb Deutschlands scheint das Ende des Supports nicht gelegen zu kommen. In den USA fordert der Jurist Andrew Tutt in einem Beitrag im „Michigan Law Review“, Microsoft dazu zu zwingen den Support aufrecht zu erhalten. Dann nach US-Recht müssen Firmen beim Auslaufen eines Produktes konkurrierenden Firmen helfen das Produkt weiter pflegen. Zumindest ist dies so bei technischen Geräten wie z.B. Fotokopierern.

By |2018-11-02T19:32:22+00:0008.04.2014|Categories: Archiv|0 Comments

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