Weil Programmdirektor Volker Herres, der Programmdirektor des Ersten, sein Veto eingelegt hat, hat das Erste am Donnerstagabend keinen „Brennpunkt“ zur NSA-Affäre gesendet. Dies hätte sich angeboten, da bekannt wurde, dass Angela Merkels Mobiltelefon gezielt abgehört worden sein könnte.

Medienjournalist Stefan Niggemeier berichtete über die Absage in seinem Blog. Offensichtlich waren die Chefredakteure der ARD-Anstalten sich einig, eine solche Sondersendung zu bringen. Niggemeier vermutet, Herres war die Quoten der Show „Die Deutschen Meister“ mit Kai Pflaume wichtiger, denn eine Brennpunkt-Berichterstattung hätte sich wahrscheinlich negativ auf die Quoten der Show ausgewirkt, wenn die Zuschauer bei politischen Enthüllungen wegzappen.

Die ARD dementiert über seine Facebook-Seite, dass die Quoten der Grund für das canceln der Brennpunkt-Sendung waren.

Nach interner Diskussion sei am Donnerstag entschieden worden, auf den Abhörskandal nicht mit einem Brennpunkt zu reagieren, „weil dieser – über die bereits vorgesehene, umfangreiche nachrichtliche Berichterstattung in einer verlängerten Hauptausgabe der Tagesschau hinaus – zu diesem Zeitpunkt kaum weitere filmische Erkenntnisse liefern hätte können“, erklärt Das Erste.

In den Social Networks besteht weiterhin Verärgerung über die Gewichtung der Themen.

https://twitter.com/oliverborgmann/status/393708874714206208 https://twitter.com/jensbest/status/393703000130076672 https://twitter.com/arangoal/status/393684875779137537 https://twitter.com/flofarken/status/393674378627403776 https://twitter.com/thetruemilhouse/status/393687198123716609