Wie SPON berichtet, geht die Studenten-Community StudiVZ für ca. 100 Millionen Euro an die Holtzbrinck-Gruppe. Der Kaufpreis wurde nicht offiziell bestätigt. Investiert in das Studentenportal mit Web 2.0-Touch hatten unter anderem die Samwer-Brüder und Holtzbrinck Ventures. Der Erlös bleibt folglich gewissermaßen inhouse.

Im StudiVZ-Blog heißt es zur Übernahme:
“Obwohl wir jetzt ganz zur Holtzbrinck-Gruppe gehören, bleibt studiVZ selbstverständlich völlig eigenständig. Genauso bleiben alle Gründer im Management tätig. Auch sämtliche Nutzerdaten bleiben bei studiVZ. Damit ist die Sicherheit Eurer Daten weiter gewährleistet, und es werden von uns auch in Zukunft keine Daten an Dritte – auch nicht innerhalb der Holtzbrinck-Gruppe – weitergegeben.”

In letzter Zeit wurde StudiVZ häufiger angegriffen. Umstrittene Geschäftspraktiken, fehlender Datenschutz, Arroganz, unpassende Nazi-Witze, Domaingrabbing und auf Toiletten enstandene Videos Fremder gehören zur Liste der Fehltritte. Auch ständige Performance-Probleme stehen auf der Negativ-Bilanz des Portals.
Robert spricht von Glück und das war der Verkauf wohl auch. Andererseites aber steckt auch ein fleißiges PR-Management und ein aktives Netzwerk dahinter. In diesem Fall scheint außerdem eine alte Weisheit (die ich eigentlich stets angezweifelt habe) zu gelten, dass auch schlechte Presse durchaus positiv ist.

Jetzt bin ich gespannt, ob dieser Verkauf weitere Special-Interest Communitys einerseits anspornen und andererseits auch entstehen lassen wird und zu welchen weiteren Übernahmen es auch in Deutschland kommt.