Wochenende und mal wieder Zeit im Netz zum stöbern. Artikel zu Web 2.0 gibt es viele – auf einen interessanten bin ich bei manager-magazin.de gestoßen. Der Artikel stellt die wichtigsten deutschen Web 2.0 Unternehmen vor. Interessant dabei, dass alle dem AAL-Prinzip folgen.

Das AAL-Prinzip wurde von Andreas Weigend, Web 2.0 und Datamining Experte an der Stanford-Universität und früherer Chief-Scientist bei Amazon, formuliert. AAL steht für “Andere arbeiten lassen”. In den Grundsätzen wird dabei der sog. “User generated Contend” verstanden. Das ist, wie bei allen Web 2.0 Merkmalen, eigentlich nix neues, wird aber von den Web 2.0 Unternehmen auf die Spitze getrieben.
Persönlich finde ich es schön, dass es die Hitflip Jungs rund um Andre in den Artikel geschafft haben.

Ein weiterer wichtiger Artikel zum Thema Web 2.0 findet sich bei Spiegel Online. Wichtig schon deshalb, weil der Spiegel, ebenso wie das Manager-Magazin zu den etablierten Medien gehört und sich deshalb einer großen Besucherzahl erfreuen dürfte. Entsprechend umfangreich sind auch die Reaktionen.

Worum gehts? Christian Stöcker erklärt im Artikel “Die Zeit der Kopfjäger” die Web 2.0 Bewegung zum Hobby für Menschen mit zu viel Zeit. Der neue Schwung im Web würde sich auf Dauer nur aufrechterhalten lassen, wenn irgendwann auch jemand daran verdient. Die Suche nach dem richtigen Geschäftsmodell für das Web 2.0 geht also weiter und Helmut Merschmann geht, ebenfalls im Spiegel, auf “die Mär vom Geschäft mit Web 2.0” ein und man fragt sich tatsächlich, ob es von diesen Business-Modellen wirklich soviele geben kann.
Starker Tobak vom Spiegel-Online, den man als generellen Beleidigungs-Schlag gegen alle Blogger und Nutzer anderer Web 2.0-Angebote auffassen könnte. Es ist erfrischend zu sehen, dass Mario Sixtus eine ganz simple Antwort hat:

Es geht um Spaß und um das Miteinander, aber auch um Aufmerksamkeit und Anerkennung, manchmal sogar um den sozialen Status und um Gruppendynamik. Eigentlich genau so, wie dort draußen, im richtigen Leben. Denn da dreht sich bekanntlich auch nicht immer nur alles ums Geld.

Denn wer kann (und will) schon für seine Netz-Aktivitäten immer gleich die drei G-Fragen beantworten (Wieviel Geld wird damit verdient? Wo ist das Geschäftsmodell? Wird das so groß wie Google?) – als Alternative bleibt das “Baggersee-Geschäftsmodell“.