Warum ich aufgehört habe zu bloggen und wieder damit anfange

//Warum ich aufgehört habe zu bloggen und wieder damit anfange

Warum ich aufgehört habe zu bloggen und wieder damit anfange

Viele Jahre habe ich mein Blog geführt. Webentwicklung, Onlinemarketing und vor allem SEO waren meine Schwerpunktthemen. Doch irgendwann wollte ich nicht mehr. Neben dem profanen Alltag nahm mich Social Media Kanäle ausreichend in Anspruch und so kam es dass ich mein Blog irgendwann einfach ganz abschaltete.

 

Nun – viele Jahre später – beginne ich wieder mit dem bloggen. Sowohl in meinem Leben als auch in der technischen Entwicklung hat sich mittlerweile viel getan. Eine Familie diktiert mehr oder weniger meine Arbeits- und Freizeiten. In technischer Hinsicht hat sich unter anderem die Blog Software WordPress und die zugehörigen Plugin-Landschaft stark weiter entwickelt. Auch viele Helferlein erleichtern mittlerweile die Administrations- und Textarbeit. Diesen Artikel zum Beispiel tippe Ich nicht mehr per Hand sondern diktiere ihn mit den Standardfunktionen meines Notebooks.

Es scheint also so als habe sich vieles vereinfacht – Grund genug es auszuprobieren

Häufig höre oder lese ich Diskussion darüber ob ein Unternehmen, eine Organisation oder auch eine Privatpersonen eine eigene Webseite oder auch nur eine eigene Domain benötigt. Das Argument ist dabei es in existierten viele Möglichkeiten Inhalte in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen – ob als Post bei Facebook (Facebook Page oder Profil Ich) bei Google Plus, LinkedIn, Fing oder einfach nur als Tweet.
Außerdem müsste man ja nicht selbst hosten sondern könne sich auf Dienste wie WordPress.com oder einen Anbieter günstiger oder kostenloser Homepages verlassen.

Genau dort liegt schon die erste Crux. Mit dem „verlassen“ ist das so eine Sache. Das Beispiel der Plattform Posterous sollte als abschreckendes Beispiel gelten. Sehr kurzfristig stellte die Platform 2013 ihren Dienst ein. Viele Blogs verschwanden sang ung klanglos und unzählige Links liefen ins Leere.

Nachteile von externen Diensten

  • Sehr eingeschränkte Designmöglichkeiten

  • Kein Einfluss auf die Verfügbarkeit und Veränderungen des Systems, teilweise fehlt sogar die Möglichkeit zum Backup der Daten

  • Bei kostenlosen Systemen gibt es telweise Werbeeinblendungen – andererseits können Werbemöglichkeiten nicht selbst genutzt werden
  • Bei kostenpflichtigen Systemen ggf. Mehrkosten, wenn sowieso Webspace und eine eigene Domain vorhanden sind
  • Bei hoher Serverlast kann es zu Problemen mit Zugriffszeiten oder der Verfügbarkeit der Seite kommen – keine Möglichkeit der Skalierung
  • Das Image der Bloghoster-Community wirkt sich gelegentlich als negatives Vorurteil gegenüber dort betriebenen Blogs aus

„Eindeutig bleibt jedoch ein ungutes Bauchgefühl, wenn Facebook sehr geschickt versucht, durch technische Neuerungen hochqualitative Fotos von den Nutzern zu erlangen, um sich dann weitreichende Rechte daran zu sichern.“
(Florian Wagenknecht / rechtambild.de)

Eindeutig bleibt jedoch ein ungutes Bauchgefühl, wenn Facebook sehr geschickt versucht, durch technische Neuerungen hochqualitative Fotos von den Nutzern zu erlangen, um sich dann weitreichende Rechte daran zu sichern.
(Florian Wagenknecht / rechtambild.de)

Große soziale Netzwerke werden wohl nicht so einfach abgeschaltet werden – doch hier sind die Einschränkungen noch größer. Die Erfahrung zeigt über die Zeit verteilt massenhafte Änderungen in den Nutzungsrichtlinien. Viele davon betreffen die Nutzung der eigenen Daten und Inhalte.

Im Grunde gibt es also eine Menge Bedenken gegen die Nutzung externer Dienste:

So man stets Gast auf einer externen Plattform und hat somit weniger Spielraum als auf der einen Webseite. Sowohl in Sachen Gestaltung als auch in Sachen Datenerhebung und Analyse. Reduzieren läßt sich das auf die Frage wie viel Kontrolle man über seine Inhalte und Funktionen, sowie Gestaltung behalten möchte. In Anbetracht des Aufwandes für die Erstellung ist dies keine unwichtige Frage.

Hinzu kommt, dass Inhalte auf Social Media lediglich eine kurze Lebensdauer haben. Mein ContentHub ist hingegen ein sicherer Ort, an dem meine Inhalte immer auffindbar sind und schnell und einfach abgerufen werden können

Personal Branding

Nie war das Thema Selbstvermarktung so wichtig wie heute. Die eigene Person als Marke definiert – nur Personen denen dies gelingt, werden künftig die erforderliche Aufmerksamkeit generieren können. Expertenstatus und Meinungsführerschaft läßt sich mitlerweile nur mit einer entsprechenden Online-Reputation erreichen.

Zum Personal Branding gehört einfach eine eigene Website. Ds eigene Blog steht im Zentrum des Personal Branding.

My Blog is My Castle

Ein wichtiger Grund wieder zu bloggen ist aber dass mir eine digitale Heimat fehlte. Gleichsam eine Basis als Zentrum meiner Netz Aktivitäten. Mein Blog ist für mich ein ContentHub – die Zentrale in der ich seöbst walten und schalten kann und in der all meine Aktivitäten zusammenfließen. Social und Search sind lediglich Distributionskanäle, die meinen. Content promoten.

Das schöne dabei ist: Hier kann und will ich die Themenvielfalt reflektieren die ich in meinem täglichen Leben erlebe. Ich bin nicht festgelegt – gebloggt wird über das, was mich gerade bewegt.

Einige der alten Artikel habe ich noch in das Archiv gestellt. Es sind im wesentlichen die Beiträge aus dem Jahr 2006 – das ist jetzt also schon 10 Jahre her (sic!). Davor hatte ich auch schon gebloggt – das Backup allerdings habe ich nicht mehr gefunden. Beim Überfliegen der Archiv-Artikel kamen dann tatsächlich einige Erinnerungen. Zum Beispiel an den fall als mir Google plötzlich die Adsense-Zahlungen sperrte (es lag wohl daran, dass ein größeres Unternehmen meine Suche in einem Intranet implementiert hatte), oder an den Fall als die Vorladung aus China reinflatterte. Aber auch die Gedanken, die ich mir damals gemacht haben sind schon interessant – zum Beispiel zum Thema Web 2.0. Ach ja – und es war das Jahr der WM2006 in Deutschland – Endergebnis: Deutschland wurde Weltmeister der Herzen.

So – nun 10 Jahre später geht es weiter. Ich wünsche viel Spaß beim Stöbern.

By | 2016-12-19T10:57:25+00:00 08.10.2016|Categories: Blogging|0 Comments

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Als Media-Experte habe ich mich auf die Beratung von Internetunternehmen, technisches Projektmanagement sowie Webpromotion spezialisiert. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt dabei auf der Produktion und Entwicklung von mehrsprachigen Webapplikationen und Special-Interest-Portalen.
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